Brauchtum

Perchten und Krampusse kann man zur Winterszeit im bayerisch-österreichischen Alpenraum in vielerlei Ausprägungen sehen und erleben. Sie sind furchterregend und nicht unbedingt schön anzusehen.
"Krampus" ist der Name für den wilden und zottigen Begleiter des Heiligen Nikolaus. Krampusse treten meist in größeren Gruppen auf. Die traditionellen Gewänder und Masken werden in aufwändiger Handarbeit hergestellt. Die Zeit der Krampusse sind der 6.Dezember und die Tage unmittelbar davor.
"Perchten" sind Schreckensgestalten, die in den Alpengebieten von Österreich und Bayern verbreitet sind. Perchten erscheinen einzeln und in verschieden großen Gruppen, speziell an drei bestimmten Winterabenden und -nächten, den „rauhen Nächten". In der Nacht vor Nikolaus (6.Dezember), zu Wintersonnwend (22.Dezember) und vor Dreikönig (6.Januar). Mit den mitgetragenen Glocken oder anderen Lärminstrumenten soll der Winter ausgetrieben werden.
"St. Nikolaus" ist der Heilige des 6. Dezember. Er war um die Wende des 4. Jht. Bischof von Myra (heute an der türkischen Mittelmeerküste). Seit 1555 ist Nikolaus als Gabenbringer der Kinder belegt. Er beschenkte damals mit Nüssen, Kletzenbrot und Dörrobst, manchmal auch Bekleidung oider andere nützliche Dinge. Ab dem 17. Jht. grassiert der Brauch, das der Nikolaus mit einem Begleiter (später der Krampus) die Kinder beschenkte oder auch wegen Ihres unchristlichen Tuns tadelte. Ab dem 19. Jht. wird der Nikolaus immer mehr verweltlicht. Nicht zuletzt auch wegen den Medien.
In vielen Regionen ist die Grenze zwischen dem traditionellen Krampusbrauchtum und dem Perchtenbrauchtum fließend geworden.
